bald wochenende

Hoffentlich ist nicht jede Woche wie diese... Heute ist der erste Tag an dem ich wirklich wach bin. Seit Montag sitz ich halt einfach in den Vorlesungen, aber so wirklich was mitbekommen hab ich nicht, weil ich einfach komplett hin bin. Mittlerweile haben auch schon die anderen Vorlesungen angefangen. Kirchengeschichte ist ziemlich witzig, weil der Professor so leise redet und viele "ä"s und "ö"s in den Sätzen verwendet, ziemlich schwer da mitzuschreiben. Liturgik ist ganz interessant und Dogmatik auch, aber da hab ich heute auch nicht viel verstanden. Griechisch hat auch schon angefangen, aber das ist mir noch sehr unsympatisch, weil das auf der Haupt-uni ist und die mag ich gar nicht.

Morgen ist unser Vokabeltest. Zitat Prof.: "Dann machen wir heute mehr Grammatik, weil wir ja morgen noch den Test haben. Aber nicht dass sie glauben sie bleiben morgen einfach alle zu Hause, weil das ist ja kein Test." Hä??? Ich hab mich dann mit meinem Nachbarn unterhalten, dass das vielleicht eine Lernzielkontrolle sein könnte... da ist mir natürlich unsere liebe Frau Professor Kasper eingefallen, mir ihren tollen Unterrichtsmethoden.

Mittlerweile kann ich schon 81 von 300 Vokabeln. Ich glaub das wird schon reichen. Immerhin ist es ja kein Test, der benotet wird.

Am Wochenende fahren wir nach Rechnitz, Erstsemestrigenwochenende von der Fakultätsvertretung. Bin schon gespannt, wies wird.

Ich hab mir diese Woche das Deutsche Requiem vom Brahms auf meinen MP3 Player gespielt und beim U Bahn fahren angehört. Dabei sind mir viele Gedanken durch den Kopf gegangen. Es ist komisch, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, wie es wäre, wenn meine Mama noch da wär. Das hat mich sehr erschreckt. Ich wünsch mir das nämlich sehr oft, wenn ich nach Hause komme und bei der Tür rein gehe, dass es vielleicht doch alles nur ein böser Traum war. Aber leider ist es nicht so...

Ich hab dazu mal ein ganz nettes Gedicht bekommen:

Der Tod ist nichts, Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen. Ich bin ich, ihr seid ihr. Das was ich für Euch war, bin ich immer noch. Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt. Sprecht mir mir, wie ihr es immer getan habt. Seid nicht feierlich oder traurig. Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet lacht, denkt an mich. Betet für mich. Damit mein Name im Hause ausgesprochen wird, so wie es immer war, ohne irgendeine besondere Betonung, ohne die Spur eines Schattens. Das Leben bedeutet das, was es immer war. Der Faden ist nicht durchschnitten. Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin? Ich bin nicht weit weg, nur auf der anderen Seite des Wegs. (Charles Peguy)

Es tut so gut, wenn man in einem Gedicht oder in Musik Trost finden kann...

Ich werd mir noch Dr.House anschauen (ich find den so genial) und dann noch ein bisschen lernen -  damit ich morgen wieder fit bin für vier Stunden Hebräisch!

11.10.07 19:59

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